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Es herrscht das Vorurteil, dass die Politiker sich vermehrt an den Interessen der älteren Generation orientieren, um mehr Wählerstimmen zu generieren.Die jüngere Generation -die 17 Prozent der Gesamtbevölkerung ausmacht- fühlt sich daher weder genügend repräsentiert, noch sind die Möglichkeiten der Partizipation an politischen Entscheidungsprozessen ausreichend.

Was geändert werden muss, um eine zufrieden stellende Jugendpolitik in Deutschland zu erreichen, wollen wir unter anderem mit Ramona Hinkelmann, Vorsitzende Landesjugendring Berlin und Antonia Groß, Reporterin Berliner Zeitung diskutieren.Die Moderation übernimmt Charlotte Bauer von der Berliner Morgenpost.

Viele Jugendliche fühlen sich und ihre Themen nicht ausreichend in der Politik repräsentiert. Sie klagen vor allem über fehlende Partizipation an politischen Entscheidungsprozessen und mangelnde Repräsentation.

Der jugendliche Zeitgeist ist grün und bewahrend. Als zentrale Frage der Generationengerechtigkeit haben junge Menschen die Lösung der Klimakrise für sich identifiziert. Aus ihrer Sicht wird die Klimakrise von den Politikern nicht ernst genug genommen. Woran liegt das und was muss sich hier dringend ändern?

14 Millionen junge Menschen zwischen 12 und 27 Jahren leben in Deutschland – damit machen sie einen Anteil von rund 17 Prozent in der Gesamtbevölkerung aus. Dennoch blickt die Politik häufig mehr auf die Interessen der älteren Generation als auf die der jungen. Das hat auch einen einfachen Grund: der Großteil der Wählerinnen und Wähler ist über 55 Jahre alt. Dabei haben die Maßnahmen in allen Politikfeldern – von bedarfsgerechtem Nahverkehr über schnelleres Internet bis hin zu bezahlbarer Miete oder Klimaschutz – auch Auswirkungen auf die Jugendlichen. Was muss die Politik tun, um stärker die Interessen von Jugendlichen mit einzubeziehen?

Eine gute Jugendpolitik nimmt junge Menschen als Ausgangspunkt und ihre Interessen als Ziel. Sie setzt sich mit dem auseinander, was Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene betrifft oder interessiert. Gute Jugendpolitik kann jedoch nur erfolgreich sein, wenn die Jugendlichen selbst beteiligt sind. Dafür setzt sich der Berliner Senat aktiv ein und fördert breite Beteiligungsmöglichkeiten, zum Beispiel über das jährlich stattfindende jugendFORUM, die Kinder- und Jugendbüros in den Bezirken oder den Jugenddemokratiefonds. Grundlage einer guten Jugendpolitik ist eine vielfältige Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit.

Es herrscht das Vorurteil, Politiker würden sich mehr auf die Interessen der älteren Generationen konzentrieren, da dies ihnen am Ende mehr Wählerstimmen bringt. Die Bundesregierung hat bereits 2015 eine Jugendstrategie mit dem Titel „Handeln für eine jugendgerechte Gesellschaft“ entwickelt. Im Koalitionsvertrag der 19. Legislaturperiode wurde die Entwicklung einer gemeinsamen Jugendstrategie der Bundesregierung unter Beteiligung von jungen Menschen und der Zivilgesellschaft verankert. Was hat sich seitdem getan und wo besteht hier noch Handlungsbedarf?

Darüber wollen wir beim Berliner Mediensalon diskutieren mit:

Antonia Groß Berliner Zeitung

Ramona Hinkelmann Vorsitzende Landesjugendring Berlin

Melanie Kühnemann-Grunow Sprecherin für Jugend/Familie SPD-Fraktion im AHB (angefragt)

Roman Simon Jugendpolitischer Sprecher CDU-Fraktion im Berliner AHB (angefragt)

Tamara Lüdecke Mitglied SPD- Fraktion im AGH Berlin (angefragt)

Paul Fresdorf Sprecher für Bildung, Jugend und Familoe FDP- Fraktion im Berliner AGH (angefragt)

Moderation: Charlotte Bauer, Berliner Morgenpost

Der Berliner Mediensalon ist seit mehr als zehn Jahren das Debattenforum für Journalismus in der Hauptstadt. Begründet als Stammtisch von Journalistinnen und Journalisten im netzwerk recherche in Berlin wird er ehrenamtlich organisiert. Mehr als zehn Debatten im Jahr werden durchgeführt u.a. in der taz, die tageszeitung und bei ALEX Berlin.

Die Veranstaltungsreihe Jugend, Politik und Medien im Wahljahr wird von der Landeszentrale für Politische Bildung gefördert.

#Mediensalon ist eine Veranstaltung der gemeinnützigen meko factory – Werkstatt für Medienkompetenz in Kooperation mit Deutscher Journalistenverband DJV Berlin – JVBB e.V., Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union dju in ver.di und unterstützt von Landau Media und der Otto Brenner Stiftung.

Event Details
  • Start Date
    Oktober 13, 2021 7:00 pm
  • End Date
    Oktober 13, 2021 8:30 pm
  • Status
    Expired
  • Organizer
  • Category